Berthe H. Schmidt-Allard

(IE) Zwei Zentralpräsidentinnen sind in jüngster Zeit durch Ausstellungen und Publikationen zu neuen Ehren gekommen.

Berthe H. Schmidt-Allard (1877-1953) ist unter den Schmuckkünstlerinnen, die in der aktuellen Ausstellung «Schweizer Schmuck im 20. Jahrhundert» gezeigt werden, eines der neun Mitglieder der SGBK. Neben ihr sind in Ausstellung und Katalog* vertreten: Marie Bedot-Diodati (1866-1958), Germaine Glitsch de Siebenthal (1896-1942), Yvonne de Morsier-Roethlisberger (1896-1971), Gertrud C. Apotheker-Riggenbach (1900-1993), Clara Stengele (1903-1989), Antoinette Ricklin-Schelbert (geb. 1920), Alice Marie Secrétan-Barbault (geb. 1922) und Verena Sieber-Fuchs (geb. 1943). Die Ausstellung ist weitgehend vom Genfer Musée d'art et d'histoire organisiert worden, wo sie im Jahr 2002 auch zu sehen war. Anschliessend wurde sie im Schweiz. Landesmuseum Zürich (Dezember 2002 - Februar 2003) und im Museo Vela in Ligornetto (Juni - August 2003) gezeigt.

Berthe H. Schmidt-Allard studierte an der Ecole des Beaux-Arts und der Ecole des Arts Industriels in Genf und absolvierte eine Lehre als émailleuse bei Juliette Hébert. Sie war Mitglied der Sektion Genf, wo sie 1918 in den Vorstand gewählt worden ist. Von 1920-24 war sie Sektionspräsidentin, von 1922-24 Zentralsekretärin, von 1924-26 Zentralpräsidentin und von 1926-33 Mitglied der Eidgenössischen Kommission für angewandte Kunst. In zahlreichen weiteren Funktionen hat sich Berthe H. Schmidt-Allard, deren beste Werke dem Art Deco verpflichtet sind, für unsere Gesellschaft und für die Kunst eingesetzt.

(*Reich illustrierter viersprachiger Katalog, mit einer Einführung von Sigrid Pallmert sowie Beiträgen von Fabienne Xavière Sturm, Esther Brinkmann und Claire Stoullig, erschienen in der Bibliothèque des Arts Lausanne 2002. Fr. 49.-.)